Wille zum Leben (Schopenhauer) - Wille zur Macht (Nietzsche) - Wille zum Willen (Heidegger): Der Mensch in einer vom Willen bestimmten Welt

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Prof. Dr. phil. Helmut Holzhey

Wille zum Leben (Schopenhauer) - Wille zur Macht (Nietzsche) - Wille zum Willen (Heidegger): Der Mensch in einer vom Willen bestimmten Welt.

"Wille zur Macht": das neue im Anschluss an Nietzsche formulierte Leitthema hat viele Facetten. Im ersten Vortrag dazu soll der "Wille zur Macht" in den Kontext einer Metaphysik des Willens gestellt werden. Den Ausgangspunkt bildet Schopenhauers Auffassung, dass die Welt primär Wille, Wille zum Leben ist. An diese These knüpft Nietzsche wohl an, stellt ihr jedoch im Zuge tiefgreifender metaphysikkritischer Korrekturen entgegen, dass die Welt Wille zur Macht "und nichts ausserdem" ist. Heidegger wiederum holt den "Willen zur Macht" in die Metaphysik zurück und deuet ihn dabei als den die moderne Welt der Technik beherrschenden "Willen zum Wilen".

Begreift man das "Sein" als Wille so hat das weitreichende Konsequenzen für Stellung und Aufgabe des Menschen in der Welt. Darauf soll im zweiten Teil des Vortrags noch eingegangen werden.

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