Der Mensch ist eine nutzlose Passion

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Sartes frühes philosophisches Hauptwerk Das Sein und das Nichts mündet in den Vorschlag einer "existenziellen Psychoanalyse". Die Lektüre macht schnell deutlich, dass es sich dabei nicht um eine existenzphilosophische Auslegung von Freuds Psychoaalyse handelt sondern um den Vorschlag einer besonderen hermeneutischen Methode, welche in den mannigfaltigen und oft widersprüchlichen Erlebens- und Verhaltensweisen eines Menschen jene "subjektive Wahl" aufdecken soll, welche jeden Menschen zu einem unverwechselbaren Individuum macht. Anders als bei Freud steht diese Methode nicht in einem therapeutischen Zusammenhang, sondern ist reine Forschung.

Ich werde an diesem Seminar durch den Text führen mit dem Ziel, das Menschenbild zu klären, welches diese Methode leitet.

Die vorgängie Lektüre des Kapitels "Existenzielle Psychoanalyse" aus Das Sein und das Nichts, S. 956-986, ist erwünscht. Bitte die Ausgabe von Rowohlt in der Übersetzung von Hans Schöneberg und Traugott König verwenden!

Anmeldung: alice.holzhey@bluewin.ch

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