Traum und Wahn

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Die offensichtliche Verwandtschaft zwischen Traum und Wahn beschäftigt die Psychoanalyse seit Freud, der in beidem den Versuch einer Wunscherfüllung sah. Aus existential-hermeneutischer Sicht sehe ich im traumhaften wie im psychotischen Erleben den Versuch, unfassbare Aspekte des eigenen Seins in einer eigenen Interpretation zu fassen, um sich überhaupt damit auseinandersetzen zu können. Interessant ist die Frage, was Traum und Wahn unterscheidet. Wie ist der doch auch grundlegende Unterschied zwischen dem „gesunden“ Phänomen des Träumens und dem psychopathologischen Phänomen einer wahnhaften Symptomatik zu verstehen? Welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Psychotherapie – einerseits in Bezug auf die Arbeit mit Träumen, andererseits in Bezug auf die Besonderheiten einer therapeutischen Arbeit mit schizophrenen Menschen? Diesen Fragen wollen wir im Seminar anhand von Beispielen nachgehen. Besondere Berücksichtigung sollen dabei die Schriften des Psychoanalytikers und Schizophrenie- Therapeuten Harold Searles finden. Wir werden sehen, dass die Frage nach Traum und Wahn letztlich immer zur Frage führt, was es heisst Mensch zu sein

Ort
Gemeinschaftspraxis Holzhey / Jaenicke
Sonneggstrasse 82, 8006 Zürich, 3. Stock
(Tramhaltestelle Sonneggstrasse Linie 7 und 15)

Kosten
Kandidaten sowie Mitglieder des DaS Fr. 140.– Hörer: Fr. 160.–
Um die administrative Arbeit zu reduzieren, erhalten die Teilnehmenden keine
Rechnung mehr, sondern bezahlen das Honorar bar zu Beginn des Seminars.

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